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Am 16 Jänner 1924 wurde die erste Jahreshauptversammlung
abgehalten. Es waren 16 Mitglieder erschienen, und zwar: Kapellmeister Ellmer, Vorstand
Karafiat, Hupf, Zahler Peter, Laimer Rudolf, Laimer Leopold, Panzl Gust, Kogler Christ,
Winterauer, Graf, Rainer Anton, Lahner Hans, Schnöll Hans, Schilcher Franz, Ellmer Hans
und Rainer Paul.
Folgender Ausschuß wurde gewählt:
| Vorstand: |
Karafiat Franz |
| Kapellmeister: |
Ellmer Josef |
| Kassier: |
Winterauer Konrad |
| Schriftführer |
Graf Hans |
Soweit die Aufzeichnungen des ersten Schriftführers der Ortsmusik
Lauffen. Es war sicherlich eine schwere Zeit für die junge Kapelle. Es herrschte jedoch
große Begeisterung in Lauffen und Umgebung für die neugegründete Musik. So traten
bewreits im Gründungsjahr viele Jugendliche in die Kapelle ein, um ein Instrument zu
erlernen. Rainer Leopold gehörte schon als 12 jähriger dem Klangkörper an. Er war
jahrelang sowohl als aktiver Musikant, als auch als Kapellmeister in unserer Musikkapelle
tätig. große Verdienste erwarb sich Rainer als Musiklehrer für unsere Jugend.

Fronleichnamsprozession
1928
Am 18. März 1924 erfolgte die erste Ausrückung der Musikkapelle
Lauffen. Kapellmeister Ellmer sowie Herrn Pfarrer Schorr wurde ein Ständchen zum
Namenstag gespielt. Ab der ersten Ausrückung ist in den Chroniken nur mehr von der
"Musikkapelle Lauffen" die Rede. Am 1. Mai gab es den ersten Weckruf der Kapelle
in Lauffen, Anzenau und Weissenbach, dazu schreibt der Chronist: "Wir freuten uns
alle, daß wir schon so gut spielen konnten und überall wo wir hinkamen bekamen wir Bier
und Tee und hatten auch gute Einnahmen. Mit Stolz marschierte unser Kapellmeister mit
seiner Kapelle in Lauffen wieder ein.
Im Juli 1924 wurde ein Gartenfest organisiert. Die Musikkapelle Untersee konzertierte
im "weißen Rössl" gratis zu Gunsten der Lauffner. Die Lauffner Musikanten
veranstalteten zur Unterhaltung der Gäste etliche "Lustbarkeiten" wie
Schiffschaukel, Ritterstechen, Taubenschießen, Armbrustschießen, Wettfischen und eine
Tombola. Die Einnahmen beliefen sich auf 6.149.000 Kronen. Die Freude darüber war
natürlich sehr gro8. Der Betrag wurde zum Ankauf von neuen Instrumenten verwendet, da aus
den alten keine "Stimmenreinheit" mehr zu erzielen sei, schreibt der Chronist.
In den darauffolgenden Jahren erhielt die Musik regen Zuspruch. Es gab viele
Ausrückungen, man machte bereits Besuche bei anderen Kapellen. 1928 wurde das erste mal
mit Marketenderinnen ausgerückt, es waren dies Hofmann Maria und Machart Leopoldine.


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